Das Schlafapnoe-Syndrom
Eine
Schlafapnoe liegt vor, wenn mindestens 10 Sekunden lang kein nasaler und oraler Atemfluss nachweisbar ist. Von einer
Hypopnoe spricht man, wenn der normale nasale Atemfluss auf 50% und weniger reduziert ist und von Aufwachreaktionen begleitet ist. In der klinischen Routine wird allerdings nicht zwischen Apnoe und Hypopnoe unterschieden. Die Schwere einer Apnoe wird deshalb mit dem
Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) gemessen.
Mit dem AHI werden 3 Schweregrade unterschieden: bei einer leichten Apnoe liegen bis 15 Atemaussetzer / Atemflussminderungen pro Stunde vor, bei einer mittelschweren Apnoe zwischen 16 und 30 und bei einer schweren Apnoe über 30 Atemaussetzer oder -flussminderungen pro Stunde.
Mit diesen Schweregraden bei Nacht korrelieren oft Einschlafattacken bei Tag:
- Bei der leichten Schlafapnoe werden Einschlafattacken bei Aktivitäten ohne Konzentrationsbedarf wie zum Beispiel Fernsehen beobachtet.
- Bei der mittelschweren Schlafapnoe kommen die Einschlafattacken bei Aktivitäten mit geringem Konzentrationsbedarf wie Konzerten und Sitzungen vor.
- Bei der schweren Apnoe stellen sich Einschlafattacken sogar in Situationen mit hohem Konzentrationsbedarf ein wie Autofahren, Essen und Reden.